Wochenplan

Wochenplanarbeit ist – neben der sogenannten “Freien Arbeit” – eine besondere Form differenzierten Unterrichts, in denen die Kinder ihren Lernprozess weitgehend eigenverantwortlich gestalten können. Dadurch soll das selbständige Lernen und Handeln jedes einzelnen Kindes gefördert und sein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt werden. Konkret kann die Wochenplanarbeit zum Beispiel so aussehen: Die Kinder erhalten zu Beginn der Woche einen Wochenplan mit Aufgaben zu verschiedenen Lernbereichen (Sprache/Sachunterricht, Mathematik und ggf. Kunst o.a.). Diese Aufgaben können für die einzelnen Kinder unterschiedlich sein, vom Umfang oder/und von den Anforderungen. Alle Aufgaben sind so gestellt, dass jedes Kind sie möglichst selbständig, gemeinsam mit einem Partner oder in einer kleinen “Lerngruppe“ erledigen kann. (Jemandem zu helfen nach dem Prinzip “ich helfe dir, es selbst zu tun ” ist dabei nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Dadurch wird nicht nur das Sozialverhalten der Kinder gefördert, sondern “nebenbei” der Lehrer oft auch ‘frei”, sich intensiver dem einzelnen Kind zuzuwenden.) Die Arbeit am Wochenplan (WP) erfolgt an mehreren Unterrichtsstunden in der Woche. Besonders geeignet ist z.B. die erste Unterrichtsstunde, denn so können die Kinder sofort, wenn sie morgens in den Klassenraum kommen (egal ob um 7:45 Uhr, um 7:50 Uhr oder um …), mit der Arbeit am WP beginnen. Jedes Kind entscheidet selbst, in welcher Reihenfolge es die gestellten Aufgaben erledigt. Erledigte Aufgaben werden (soweit nicht die Möglichkeit zur Selbstkontrolle besteht) vom Lehrer überprüft und auf dem WP als “erledigt” notiert. Am Ende der Woche sollte jedes Kind die Aufgaben seines Wochenplans zufriedenstellend erledigt haben. Begonnen werden kann die Arbeit nach einem Wochenplan bereits (unter Einbeziehung von Symbolen und Piktogrammen u. ä.) im 1. Schuljahr.